
Robert Katz wurde am 12. Juni 1912 in Bad Wildungen im Kreis Waldeck, Regierungsbezirk Kassel, geboren. Seine Eltern waren der Kaufmann Sigmund Katz, geboren am 21. März 1885 in Bad Wildungen, und Berta Katz, geb. Höchster, geboren am 17. Februar 1890 in Allendorf/Lumda. Sie hatten am 10. Mai 1911 in Marburg geheiratet und betrieben in Bad Wildungen ein Manufaktur- und Modewarengeschäft, das von Roberts Großvater im Jahre 1870 gegründet worden war.
Die jüdische Gemeinde in Bad Wildungen war jüngeren Datums als diejenige in der oberhessischen Heimat von Roberts Mutter: „In [einer Quelle aus dem ersten Viertel des 15. Jahrhunderts] sind erstmals auch Juden erwähnt. Dann gibt es erst wieder Hinweise auf Juden in Wildungen im 18. Jahrhundert: ihre Zahl war auf drei Familien beschränkt. Ein stärkerer Zuzug setzte erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. […] Das neue Synagogengebäude wurde im Dürrren Hagen 11 erbaut und im Juli 1914 eingeweiht; es war ein sehr schöner großer Kuppelbau.“1
Robert Katz‘ Bildungsweg verlief alles andere als geradlinig, wie er selbst 1957 im Entschädigungsverfahren schildert: „Ich besuchte die Volksschule in Bad Wildungen und trat dann in die dortige Realschule ein, wo ich bis zur Untertertia [heute 8. Klasse] verblieb. Daraufhin trat ich in das vaeterliche Geschaeft ein um die Lehre dort zu begehen. Ich aenderte aber meine Meinung und verliess das Geschaeft nach 2jaehriger Lehre um wieder in die Realschule in Bad Wildungen einzutreten wo ich dann das Einjaehrige [ein Pendant zur mittleren Reife] ablegte. Da die Schule in Bad Wildungen nur bis zum Einjaehrigen führt, musste ich nach Kassel übersiedeln und bin dort in das dortige Realgymnasium Schomburgstrasse eingetreten. Durch die laengere Unterbrechung meiner Schulzeit hatte ich […] Schwierigkeiten in 2 Faechern und bin dann in das Institut von Professor Müller in Marburg an der Lahn eingetreten um dies nachzuholen.“2

(Entschädigungsakte Robert Katz, HHStAW, Best. 518, Nr. 19214, Bl. 39)
In Marburg lebte Robert Katz in der Haspelstraße 29 bei Meta Höchster, vermutlich einer Verwandten der Mutter. Die Förderung im Müller’schen Privatinstitut scheint erfolgreich gewesen zu sein: „Ich bin dann nachdem ich mein Pensum dort nachgeholt habe, [nach einer Aufnahmeprüfung] in die Unterprima [heute 12. Klasse] der Oberrealschule in Grünberg Oberhessen aufgenommen worden.“3 In Grünberg wohnte Robert Katz zunächst in Pension bei Familie Ibach, Markt 2, und seit Herbst 1932 bei Dachdeckermeister Philipp Bender in der Neustadt.
Zu dieser Zeit kamen viele Absolventen des Privatinstituts Müller an die Oberrealschule Grünberg – sehr zum Missfallen des späteren Schulleiters Dr. Heinrich Haun. Er kritisierte diese Aufnahmepraxis, die noch von seinem Vorgänger Hans Hüthwohl verantwortet worden war, in einem Aufsatz von 1954 als „Aufblähung der Oberstufe“, was aus der Sicht des Autors, „nach den Zensurenlisten der damaligen Zeit zu schliessen, nicht zum Vorteil der Schule [war]. Die Schule kam in Verruf!“4
Haun will offensichtlich andeuten, dass das Abitur zu dieser Zeit verschenkt wurde. Dies trifft zu, wie ein Blick in die Schulakten ergibt – allerdings wurde mit doppeltem Maß gemessen: Während nämlich der Jude Robert Katz aufgrund seiner Noten mit Recht nicht zur Reifeprüfung zugelassen wurde, machte man bei mindestens sieben nichtjüdischen Abiturienten des Jahres 1933, die ähnlich schwache Schulleistungen zeigten, eine Ausnahme:
So findet sich im Reifezeugnis des nichtjüdischen Schülers E. N. folgende handschriftliche Bemerkung: „Gemäß Verfügung des Herrn Hessischen Ministers für Kultus und Bildungswesen vom 9. Juni 1933 wurde dem Obengenannten unter Hinweis auf Verfügung vom 25. April 1933 [d. i. das ‚Gesetz gegen die Überfüllung der deutschen Schulen und Hochschulen‘] das Reifezeugnis ausgestellt.“ Auf der Rückseite heißt es weiter: „Der entscheidende Satz der Verfügung […] lautet: ‚Mit Rücksicht auf den starken Anteil, den die älteren Schüler höherer Schulen an der nationalen Bewegung und Erhebung des letzten Jahres genommen haben, kann in diesem Jahre von der Anwendung der verschärften Versetzungsbestimmungen Abstand genommen werden.'“5
Robert Katz‘ nichtjüdischem Mitschüler H. G., der das Ziel der Obersekunda nicht erreicht und die Schule deshalb verlassen hatte, wurde mit Bezugnahme auf diese Verfügung nachträglich die Primarreife zuerkannt – sogar mit individualisiertem Wortlaut: „mit Rücksicht auf den starken Anteil, den auch G. an der nationalen Bewegung u. Erhebung genommen hat […]“. – Im darauffolgenden Jahr wurde der Schüler K. E., der ebenso wie Robert Katz zur Reifeprüfung im Frühjahr 1933 nicht zugelassen worden war und deshalb die Schule verlassen hatte, durch Verfügung des Kultusministeriums in Anerkennung seiner Verdienste um die NS-Bewegung zu einer außerordentlichen Reifeprüfung im Herbst zugelassen, die er – wenig überraschend – bestand.
Dass die NS-Bewegung in Grünberg begeistert begrüßt wurde, wird von Robert Katz – in der bereits zitierten Erklärung von 1957 – bestätigt: „Im Jahre 1933 wurde der Antisemitismus in dieser Stadt so gross und da ich der einzige Jude war, der in der Stadt Grünberg wohnte,6 fürchtete ich für mein Leben und mussste meine weitere Ausbildung aufgeben, da keine Aussicht für mich mehr bestanden hat.“7
Eine aufschlussreiche Bemerkung, die Robert Katz‘ Wahrnehmung bestätigt, findet sich in seinem Abgangszeugnis. Der Schüler habe, so heißt es unter der Rubrik ‚Veranlagung und Charaktereigenschaften‘, ein „etwas aufdringliches Wesen, das jedoch nicht bösem Willen entstammt“. Mit anderer Handschrift ist vermerkt, dass dieses Verhalten „auf den Zwang der judenfeindlichen Zeitumstände zurückzuführen sein mag.“8 – Am 1. April 1933 trat Robert Katz „auf Wunsch des Vaters“, so die euphemistische Formulierung im Zeugnis, aus der Grünberger Oberrealschule aus.
Dass Robert Katz in Grünberg tatsächlich als Jude verfolgt wurde, bestätigt der spätere Schulleiter Dr. Peter Süßkand 1958 im Entschädigungsverfahren: „Ich bin in der Lage, die Behauptung des Herrn Katz von der Aussichtslosigkeit seines weiteren Verbleibens auf der Schule erhärten zu können. Sein damaliger Klassenlehrer, Studienrat Rausch, ist noch an dieser Schule tätig und entsinnt sich eines Vorfalls, der Herrn Katz seinerzeit zum Verlassen der Schule bewogen hat. Katz wurde im Beginn des Jahres 1933 von einigen Rowdies auf der Straße überfallen, wobei ihm sein Mantel zerrissen wurde. Es handelte sich bei den Tätern nicht um Schulkameraden. Der Klassenlehrer begab sich daraufhin zum 0rtsgruppenleiter der NSDAP, um sich zu beschweren. Seine Beschwerde wurde nicht nur abgewiesen, sondern er selbst sehr ernsthaft bedroht. Vorstehendes ist eine dienstliche Aussage des mir als äußerst gewissenhaft bekannten Kollegen.“9
Die „Aussichtslosigkeit seines weiteren Verbleibens auf der Schule“ hatte noch einen weiteren Grund, wie Robert Katz‘ Anwalt 1959 im Entschädigungsverfahren erklärte: „Die Antwort dürfte ganz einfach darin zu finden sein, dass die Erlangung eines Abiturs in der Hauptsache im Hinblick auf ein späteres Studium beabsichtigt wird. Im Jahre 1933 war aber auch bereits völlig klar, dass ein akademisches Studium für einen Juden in Deutschland unmöglich war, so dass es auch keinen Sinn mehr hatte, weiter eine höhere Schule zu besuchen.“10
Seine traumatischen Erlebnisse in Grünberg hielten Robert Katz nicht davon ab, sich, wenn auch unter erschwerten Bedingungen, um weitere Ausbildung zu bemühen: „Ich entschloss mich dann“, so Katz in seiner Erklärung von 1957, „einen handwerklichen Beruf zu erlernen und bin in die Autoschule Nachmann in Rüsselsheim eingetreten, wo ich mich für Palaestina vorbereiten wollte.“11
Zu der Autoschule Nachmann erklärte Robert Katz in einer Stellungnahme von 1959: „Die Jüdische Gemeinde in Frankfurt am Main, hatte einen Lehrgang für Autoschlosserei in Rüsselsheim in der Autoschule Nachmann eingerichtet. Ich siedelte nach Frankfurt am Main über und wohnte in dem Jüdischen Heim Königswaerterstrasse. Morgens sind wir in einer Gruppe mit dem Zug nach Rüsselsheim gefahren und abends zurück. Inzwischen sind meine Eltern nach Frankfurt am Main gezogen und nahmen eine Wohnung in der Mainzerlandstrasse 82. Der Name des Hauseigentümers war nach meiner Erinnerung, Herr König12. Er führte eine Gastwirtschaft in demselben Haus. Ich wohnte von dann ab mit meinen Eltern.“13
Bei seiner ersten Anstellung als Automechaniker konnte Robert Katz nicht lange bleiben: „Nach Absolvierung der Autoschule in Rüsselsheim, trat ich in die Autoschlosserei Schuhmacher in der Eschersheimerlandstrasse ein. Die genaue Hausnummer weiss ich nicht mehr, aber es war gegenüber der Radiostation. Ich arbeitete dort als Gehilfe für ungefae[h]r ein Jahr. Als ich als Jude nicht mehr dort arbeiten konnte, Herr Schumacher hatte Schwierkigkeiten, meinen Glauben zu verleugnen, musste ich die Stelle aufgeben, und konnte keine andere mehr finden. Inzwischen hatte mein Vater ein Schuhetagengeschaeft in der Mainzerlandstrasse 82 in der Wohnung angefangen wo ich mich bis zu meiner Auswanderung beschaeftigte.“14
Schließlich gelang Robert Katz Anfang 1936 die Flucht nach Frankreich. Das von vielen Emigranten als sicherer Zufluchtsort wahrgenommene Nachbarland sollte jedoch zur Falle werden, als nach Kriegsanbruch alle ausländischen Geflüchteten interniert wurden. Dieses Schicksal traf auch Robert Katz: „Ich wohnte in Marseille, als ich im Oktober 1940 verhaftet wurde und in das KZ Les Milles eingeliefert wurde. Von dort wurde ich im Dezember 1940 in das Zwangsarbeitslager Aubagne bei Marseille und vor dort im Fruehjahr 1941 in das Zwangsarbeitslager Mandelieu bei Cannes ueberfuehrt.“15
Bei der Inhaftierung in Mandelieu handelte es sich um Außenarbeit in einem Alpengasthof, wie der Hotelinhaber 1957 im Entschädigungsverfahren bezeugte: „Ich der Unterzeichnete Vernardi Marc, Eigentümer des Hotels und Gastwirtschaft der Alpen in Pegomas (Alpes Maritime) bestaetige, dass ich Herrn Robert Katz als Zwangsaussenarbeiter des Lagers Mandelieu beherbergt und ernaehrt habe. Die Dauer seines Aufenthaltes im Lager war vom Februar 1941 bis September 1942.“16
In einer eidesstattlichen Erklärung im Entschädigungsverfahren schildert Robert Katz die dramatischen Details seiner Internierung in Mandelieu: „Wir waren ungefaehr 80 jüdische Insassen. Diese[s] Lager wurde Ende August 1942 nach Polen deportiert. Ich habe keinen der ehemaligen Internierten jemals wiedergesehen. Die Tatsache, dass ich der Deportierung entgehen konnte, verdanke ich nur de[m] Umstand, dass ich zur Zeit der Verhaftung des Lagers, als Zwangsarbeiter abkommandiert war und Feldarbeiten aussen verrichten musste. Die Bezahlung dafür wurde dem Lager entrichtet.“17
Über den Charakter des Lagers in Mandelieu gab Robert Katz 1958 zu Protokoll: „Das Lager wurde auf Anordnung der Vichyregierung unter Ministerpräsident Laval eingerichtet und von einem früheren französischen Officier geführt. Die Internierung als deutscher Jude wurde von der früheren Hitlerregierung verlangt. Das Lager Mandelieu befand sich in Südfrankfreich ungefae[h]r 10 Kilometer von Cannes (Alpes Maritimes).“18
Nur durch großes Glück entkam Robert Katz der Deportation der in Mandeleu inhaftierten Juden: „An diesem betreffenden Spaetnachmittag kam ich von der Arbeit um in das Lager zurückzukehren. Ich sah mehrere Lastwagen vor dem Lager die die jüdischen Mitgefangenen abtransportierten. Ich flüchtete sofort in einen naheliegenden Walde, wo ich mich für die Nacht versteckt hielt. Zu meinem Arbeitsplatz konnte ich nicht mehr zurückkkehren, da ich annehmen musste, dass mich dasselbe Schicksal dort erwartet.“19
Robert Katz fand in dem französischen Alpenort mutige Helfer: „Ich bin dann zu einer Schwester der Frau Bernardi gegangen, die mich für 2 Tage in einem kleinen Fischerdorf versteckt hielt. Ich bin von dort aus nachts durch die Alpen gewandert, am Tage hielt ich mich versteckt. Am 3 September 1942 konnte ich glücklicherweise die Schweizer Grenze erreichen, und habe in dieser Nacht um 3 Uhr die Schweiz bei Genf übertreten. Dort habe ich mich der Schweizer Polizei gestellt und wurde interniert.“20
In der Schweiz wurde Robert Katz „in den Lagern Bueren, Sierre, Birmensdorf, Magliasso [sic] bis zum Sommer 1945 festgehalten. Nach meiner Befreiung kehrte ich nach Frankreich zurueck und wanderte von dort im April 1946 [auf dem Dampfer ‚Uruguay‘ von Le Havre] nach Amerika weiter. Seitdem lebe ich ununterbrochen in den Vereinigten Staaten von Nordamerika.“21
Robert Katz lebte in New York. Er arbeitete als Hausverwalter und bezog ein geringes Einkommen. Aus einem Schreiben im Entschädigungsverfahren von 1959 geht hervor, dass er zu diesem Zeitpunkt seit zweieinhalb Jahren herzkrank war. Er war verheiratet; 1952 und 1954 wurden seine beiden Kinder geboren. Sein Sterbedatum ist nicht bekannt.
Was geschah mit Robert Katz‘ Eltern? Sigmund Katz wurde im November 1938 aus Frankfurt in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. Er hatte die Häftlingsnummer 21518. Zuletzt lebten Berta und Sigmund Katz im Sandweg 28 in Frankfurt. Ihnen gelang die Flucht nach New York, USA, wo sie am 11. Mai 1939 eintrafen. Nach einer Auskunft des Amtes für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung in Fritzlar von 1949 hatten sie folgendes Eigentum in ihrer alten Heimat zurückgelassen: „2 Häuser und Garten in Anraff, 1 Wohn- und Geschäftshaus in Wildungen, 1 Wiesengrundstück in Bergfreiheit, 1 Wiesengrundstück und 1 Ackergrundstück in Anraff, 1 Ackergrundstück in Giflitz, 2 Ackergrundstücke in Wildungen, 2 Wiesengrundstücke in Wildungen und 2 Häuser in Wildungen“; außerdem einen Nachlass.
Quellen:
- Hauptliste der Schüler und Schülerinnen der Höheren Bürgerschule Grünberg i. H. (bis Ostern 1914) und Realschule (O. 1914–O. 1926) und Oberrealschule (O. 1926–O. 1938) und Oberschule für Jungen (ab O. 139). Angefangen: Ostern 1910. Beendet mit Schluß des Schuljahres 1938/39 (Archiv der Theo-Koch-Schule).
- Abgangszeugnis von Robert Katz (Archiv der Theo-Koch-Schule).
- Reifezeugnis von E. N. (Archiv der Theo-Koch-Schule).
- Reifezeugnis von H. G. (Archiv der Theo-Koch-Schule).
- Reifezeugnis von K. E. (Archiv der Theo-Koch-Schule).
- Veränderungsmeldungen 05.11.1938–11.11.1938, Konzentrationslager Buchenwald, 1.1.5/ 5278104/ Digital Archive, Arolsen Archives.
- Veränderungsmeldungen 10.12.1938–16.12.1938, Konzentrationslager Buchenwald, 1.1.5/ 5278255/ Digital Archive, Arolsen Archives.
- Entschädigungsakte von Robert Katz, Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden (HHStAW), Best. 518, Nr. 19214.
- Akte von KATZ, SIEGMUND, geboren am 31.03.1885, Konzentrationslager Buchenwald, 1.1.5/ 6252765/ Digital Archive, Arolsen Archives.
- Auskunft Polizeipräsidium Frankfurt über Verbleib von Sigmund und Berta Katz, 1956, 2.1.1/ 70355565/ Digital Archive, Arolsen Archives.
- Auskunft Polizeipräsidium Frankfurt über Verbleibe von Sigmund und Berta Katz, 1959, 2.1.1/ 70355567/ Digital Archive, Arolsen Archives.
- Auskunft des Amtes für Wiedergutmachung und Vermögenskontrolle Fritzlar, 1949, 2.1.1/ 70475371/ Digital Archive, Arolsen Archives.
- Heinrich Haun: Die Oberschule für Jungen in Grünberg im Zweiten Weltkrieg (1939–1945). Mit Kommentar von Kurt Funk, Grünberg [Typoskript] 1954, Stadtarchiv Grünberg, Best. 1, Nr. XIV, 11. Abschn., Konv. 25, Faz. 46.
- Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang, Untergang, Neubeginn. Zweiter Band, Frankfurt 1971.
- Johannes Grötecke: Spurensuche. Ein Rundgang über den jüdischen Friedhof in Bad Wildungen, Bad Wildungen 2003.
- Christine Hühn: Familienbuch der Juden in Allendorf an der Lumda. Hg. von der Evangelischen Kirchengemeinde Allendorf und von der Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Allendorf a. d. Lumda e. V., o. J. [2019].
- Arnsberg 1971, S. 403 f. ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 29. ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 29. ↩︎
- Haun (1954), S. 24. ↩︎
- Reifezeugnis von E. N. ↩︎
- Die Familie von Edith Buxbaum, bis dahin die einzige in Grünberg jüdische Familie, war bereits 1930 nach München, in die Heimat der Mutter, umgezogen. Zwar waren 1933 noch jüdische Lernende an der Oberrealschule; sie kamen aber alle aus den umliegenden Orten: Hermann Roth aus Nieder-Ohmen (Abitur 1934), Erwin Stiebel aus Allendorf/Lda (Nichtversetzung in Obersekunda), Hans-Ludwig Strauß aus Nordeck (1934 Entlassung als Jude), Edith Bick aus Nieder-Ohmen (1933 Entlassung als Jüdin), Else Jacob aus Nieder-Gemünden (1933 Entlassung als Jüdin) und Siegbert Glück aus Allendorf/Lda (1933 Entlassung als Jude). ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 29. ↩︎
- Abgangszeugnis Robert Katz. ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 46. ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 62. ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 29. ↩︎
- 1959 sagte dieser Heinrich König im Entschädigungsverfahren aus: „Das Hausgrundstück Frankfurt /Main, Mainzer Landstrasse 32 [sic] habe ich im Jahre 1935 erworben. Ich bin erst im April 1936 in das Haus eingezogen, Da ich in dem Haus zunächst selbst keine Räume frei machen konnte, hat mir
der Vater des Antragstellers angeboten, seine 5 Zimmerwohnung im 1. Stock mit ihm zu teilen. Zur Begründung führte er an, sein Sohn sei nach Frankreich ausgewandert. Aus seinen Worten habe ich entnommen, daß der Sohn anfangs 1936 nach Frankreich gegangen ist.“ (EA Robert Katz, Bl. 68.) ↩︎ - EA Robert Katz, Bl. 38. ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 38. ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 6. ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 25 (im Original Französisch, Übersetzung durch Robert Katz‘ Anwalt). ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 28. ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 34. ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 28. ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 28. ↩︎
- EA Robert Katz, Bl. 6. ↩︎
