Hermann Herbert Justus

Geb. am 1. Juli 1908 in Nieder-Ohmen; Schulbesuch in Grünberg von Nov. 1921 bis Ostern 1922; in die Niederlande emigriert

Hermann Justus, genannt Herbert, wurde am 1. Juli 1908 in Nieder-Ohmen im Vogelsberg, heute ein Ortsteil der Gemeinde Mücke, geboren.1 Seine Eltern waren der Viehhändler Juda Justus, geboren am 8. September 1878 in Nieder-Ohmen, und Klara, geb. Wertheim, die am 22. Februar 1881 in Hatzbach bei Stadtallendorf, damals im Kreis Kirchhain, geboren worden war.2 Nach ihrer Eheschließung mit Juda Justus im Jahr 1905 war sie von Hatzbach nach Nieder-Ohmen gezogen.

Herbert Justus in der Volksschule Nieder-Ohmen;
aus: Reichel (1998), S. 46

(© Heinrich Reichel)

Herbert Justus war das zweitälteste von insgesamt sechs Geschwistern, die alle in Nieder-Ohmen zur Welt kamen: Julius, der Älteste, am 8. Mai 1906; die mittleren Schwestern Bertha und Rosa, genannt Ruth, am 11. Oktober 1909 und am 9. April 1911; der kleine Bruder Ludwig am 24. Oktober 1913 und die Nachzüglerin Hedwig am 27. Februar 1918.

Die Familie Justus lebte in der Nieder-Ohmen in der Obergasse 2; der Dorfname war „Justuse“. Juda Justus, Herberts Vater, war laut dem Nieder-Ohmener Dorfchronisten Heinrich Reichel „Viehhändler mit Rindvieh, Häute-Händler im Kleinen[;] Fett- und Talgwaren, Metzger, der nicht ständig schlachtet.“3

Die Familie lebte in einem großen, gut ausgestatteten Haus, „bestehend aus 9 Zimmer[n], Küche, Keller, Stallungen, Scheune, Schuppen usw.“4 Die sechs Kinderzimmer waren „eingerichtet als Wohn- und Schlafzimmer mit Bett, Schrank, Tisch, Stühlen, und von Fall zu Fall auch ein weiterer Sessel oder Schreibschrank.“5 Es gab sogar ein Gästezimmer. Das Wohnzimmer war gut ausgestattet, u. a. mit „einem echten Teppich und dem üblichen, in frommen Haushalten vorhandenen doppelten Geschirr und Silber für 12 Personen […] Auch die Küche war, wie in einem frommen Haushalt, mit dem erforderlichen zweifachen Geschirr versehen […].“6

Über das jüdische Leben in Nieder-Ohmen schreibt der Nieder-Ohmener Heinrich Reichel aus eigener Anschauung: „Bis 1933 waren und fühlten sich die Juden als Deutsche mit jüdischem Glauben. Sie waren und lebten in der politischen Gemeinde wie die übrigen Einwohner. Nieder-Ohmen hatte zu dieser Zeit etwa 1400 Einwohner. Davon waren 89 Juden. Es waren somit ca 6,4 % von der Gesamtbevölkerung. Ich habe sie fast alle gekannt. Juden und Christen pflegten nachbarlichen und geschäftlichen Verkehr. Es bestanden freundschaftliche Beziehungen zwischen den Familien. Die Juden hatten fast alle ein Geschäft. In der Schule war kein Unterschied, außer dem Religionsunterricht.7

Dieses Bild einer noch ungetrübten dörflichen Idylle wird von der Holocaust-Überlebenden Carola Stern, geboren 1925 in Nieder-Ohmen, im Wesentlichen bestätigt. Ihre Eltern waren seit mehreren Generationen in Nieder-Ohmen ansässig und betrieben wie die Familie Justus einen Viehhandel mit Landwirtschaft: „We had a marvelous time, especially when we were young. We had eggs and we raised potatoes and we had a whole farm. […] We had a stall with cattles where my mother reluctantly went in the morning to milk the cows. It was a little shtetl. And we had people who helped. We were farmers just like anybody else in Nieder-Ohmen. There was never any difference. We were Jewish, but we didn’t feel it. We were Germans first. Jews was secondary, nobody bothered with this religion. And since my father was a veteran of World War I, he was very well liked.“8

Auch Herbert Justus‘ Vater Juda muss als Weltkriegsveteran in seinem Heimatdorf durchaus angesehen gewesen sein. Als er am 28. August 1923 – Herbert war da fünfzehn Jahre alt – „an den Folgen einer Kriegsverletzung aus dem 1. Weltkrieg“9 starb, nahmen sicher auch nichtjüdische Dorfbewohner an seiner Beerdigung teil.

Herbert Justus besuchte die Nieder-Ohmener Volksschule von 1914 bis 1918. Danach muss er für kurze Zeit in Kirchhain, dem Heimatort der Mutter, zur Schule gegangen sein, denn von dort kam er im November 1921 an die Grünberger Realschule und trat in die Untertertia (heute 8. Klasse) ein. Er verließ die Grünberger Realschule bereits an Ostern 1922 mit der Versetzung nach Obertertia.

Nach der Schule machte Herbert Justus von 1923 bis 1926 eine Kaufmannslehre bei Josef Strauss in Laubach. „Nach Beendigung meiner dreijährigen Lehrzeit blieb ich noch ein Jahr bei dieser Firma“, berichtet er im Entschädigungsverfahren. „Da mein Vater inzwischen gestorben war, trat ich in das elterliche Geschäft, das meine Mutter weiterführte, zu [sic]. Beginn 1929 verschaffte ich mir verschiedene Vertretungen in der Textilbranche, u. a. Wollstoff A.G., Köln a/Rhein, Firma Friedländer & v. d. Wijk, Berlin [eine Mützenfabrik], Firma Walter Sommerfeld, Berlin. Diese Firmen und noch verschiedene andere, habe ich mit viel Erfolg bis zu meiner Flucht nach Holland im Jahr 1933 vertreten.“10

Über seine Reisetätigkeit gibt eine Aktennotiz im Entschädigungsverfahren Aufschluss: „Sein Tätigkeitsbereich lag in Hessen und Rheinland-Westf. Er reiste per Bahn. Die angeführten Firmen hatten einen guten Kundenstamm. Pro Fa. setzte er ungefähr RM 100.000 jährlich um bei einem Provisionssatz v. 5%. Er arbeitete lediglich auf Provisionsbasis. Das Nettoeinkommen betrug durchschnittlich ca. 800 RM.“11

Die Familie Justus in der 1930er Jahren; aus: Reichel (2001), S. 64; v. l. n. r.: Bertha, Julius, Klara, Ludwig, Rosa (genannt Ruth), Herbert und Hedwig Justus (© Heinrich Reichel)

Als die Nazis an die Macht kamen, spitzte sich die Lage für Herbert Justus dramatisch zu: „Durch die nationalsozialistischen Verfolgungen wurde mir jede Möglichkeit genommen, meine inzwischen gut eingeführten Vertretungen weiter auszubauen. Da mir verschiedentlich durch Mitglieder der N.S.D.A.P. gedroht wurde und man mich selbst mis[s]handelte, musste ich plötzlich die Flucht ergreifen und all mein Vermögen zurücklassen.“12

Nach der hektischen Flucht – per Bahn von Nieder-Ohmen über Aachen nach Amsterdam – begannen neue Sorgen: „Im Oktober 1933 kam ich vollständig mittellos in Holland an. Das Flüchtlingskommittee verschaffte mir Unterkunft und sorgte für meinen Lebensunterhalt. Ende 1934 besorgte man mir eine Vertretung in Fahrrad-Ersatzteilen. Mein Einkommen war jedoch so gering, dass ich für steuerliche Abgaben nicht in Anmerkung kam. Erst im Jahre 1936 bekam ich meinen ersten Steueranschlag.“13

Nach dem Überfall NS-Deutschlands auf die Niederlande geriet Herbert Justus in Lebensgefahr: „Im Jahre 1942 bekam ich einen Anruf zur Deportation, dem ich keine Folge leistete, sondern den Entschluss fasste, zu flüchten. Mit beinahe unmenschlichen Anstrengungen und Entbehrungen gelang es mir erst nach Belgien und später nach Frankreich zu entkommen, wo ich monatelang in grösster Gefahr und unter menschenunwürdigen Verhältnissen lebte. Ende 1942 gelang es mir über die [S]chweizer Grenze zu kommen, wo ich in einem Arbeitslager interniert wurde. Meine Gesundheit hatte durch die ständige Lebensgefahr, in der ich verkehrte, derart gelitten, dass ich monatelang in einem Krankenhause verpflegt wurde (Hopital St. Loup in La Sarraz und Hopital Couvet). 1945 bin ich wieder nach Holland zurückgekommen und habe wieder in der Fahrrad Branche gearbeitet.“14

Das Hopital in Couvet attestierte später im Entschädigungsverfahren: „Herr Herbert JUSTUS war im Jahre 1943 in unserem Hospital in Behandlung, nachdem er von einem Arbeitslager uns überwiesen wurde, wohin er auch zurückkehren musste. […] [D]er damals leitende Arzt ist zwischenzeitlich verstorben. Wir haben die Schwestern, wleche auch heute noch bei uns Dienst tun, gefragt. Unter denjenigen kann Schwester Alvina sich an Herrn Herbert Justus sehr gut erinnern. Er wurde wegen schweren Erschöpfungserscheinungen und nervlichen Erkrankungen, die bei dem Verfolgten besonders stark waren, eingewiesen. Die auch heute noch bei uns tätigen Schwestern erklären übereinstimmend, dass bei den uns damals zugewiesenen Verfolgten (wie Herr Justus) sich die zurückliegenden Anstrengungen der Flucht sehr stark niedergeschlagen hatten.“15

Über die ökonomischen Schwierigkeiten im Exilland Holland – vor dem Leben im Versteck und nach der Befreiung – schreibt Herbert Justus im Entschädigungsverfahren: „Nach meiner Auswanderung 1933 habe ich zu keinem Zeitpunkt ein Einkommen erzielt, das als ausreichende Lebensgrundlage gewertet werden könnte, zumal ich lediglich Gelegenheitsarbeiten verrichten konnte, um das Existenzminimum nur annähernd zum Leben zu erreichen. Erst lange nach 1945 und zwar erstmals im Jahre 1952 habe ich ein Einkommen erreicht, das man in etwa als ausreichende Lebensgrundlage ansehen kann […].“16

Die finanzielle Konsolidierung kam gerade rechtzeitig, war doch im Jahr 1947 in Amsterdam der Sohn Jack geboren worden; 1953 folgte Ivette Karla. Ein Jahr nach der Geburt ihres zweiten Kindes verstarb Herbert Justus‘ Frau. Zu diesen Schicksalsschlägen kamen schwerwiegende Symptome: Herbert Justus litt unter Sehstörungen mit fortschreitendem Visusverlust, Schlafstörungen und einer Depression mit Angstzuständen. „Nach meiner Meinung“, so Herbert Justus‘ Arzt im Entschädigungsverfahren, „sind dies die Folgen der nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen.“17 Bereits 1956, im Alter von 48 Jahren, war Herbert Justus zu fünfzig Prozent arbeitsunfähig. Aus der Fahrrad-Großhandlung Justus & Co in Amsterdam, bei der er Teilhaber war, musste er deshalb im Jahr 1957 ausscheiden.

Herbert Justus und seine Schwester Hedwig bei einem Besuch auf dem Hof ihres ehemaligen Anwesens, Obergasse 2 in Nieder-Ohmen; aufgenommen etwa 1952; aus: Reichel (2001), S. 71 (© Heinrich Reichel)

Anfang 1958 übernahm Herbert Justus „eine Vertretung in Gummiwaren […], die ich zunächst mir erst selbst aufbauen muß. Meine Verdienste sind sehr gering, da der Absatz noch nicht erheblich ist. Ich habe 2 Kinder im Alter von 10 und 15 Jahren. Da meine Ehefrau verstorben ist, bin ich gezwzungen, mir eine Haushälterin zu nehmen, die für die Versorgung und Erziehung meiner Kinder verantwortlich ist, da ich selbst die Woche über abwesend bin.“18

Herbert Justus‘ Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. Anfang der 1970er Jahre kam ein Herzleiden hinzu. Am 1. Dezember 1992 starb Herbert Justus im Alter von 84 Jahren in Ede in den Niederlanden.


Und was geschah mit Hermanns Mutter und seinen Geschwistern? Klara Justus, geborene Wertheim, lebte noch bis 1938 in Nieder-Ohmen. Die (vermeintliche?) Idylle der Vor-NS-Zeit zerbrach: „Bereits am 15. September 1935, am Tag der Verkündung der rassistischen ‚Nürnberger Gesetze‘, plünderten einige Nazis aus Nieder-Ohmen die Synagoge [in der Elpenröder Straße] und zertrümmerten die Fensterscheiben. […] 1937 ging das Haus in den Besitz eines evangelischen Einwohners über, der weiterhin das Abhalten jüdischer Gottesdienste gestattete. Deshalb zertrümmerten SA-Leute in der Pogromnacht im November 1938 erneut die Fenstersscheiben, zerstörten die Inneneinrichtung und warfen Kultgegenstände auf die Straße.“19

Bereits 1936 hatte die Hälfte der Nieder-Ohmener Jüdinnen und Juden das Dorf verlassen. Am 3. November 1938, also knapp vor den Verwüstungen der Reichspogromnacht in Nieder-Ohmen, verabschiedete sich auch Herberts Mutter Klara Justus vom Heimatdorf ihres verstorbenen Mannes und zog nach Gießen. Die Möbel hatte sie, so die Aussage einer Nachbarin, „teilweise unter dem normalen Verkaufswert veräußert, da diese unter allen Umständen abgesetzt werden mußten und Frau Justus konnte diese nicht mitnehmen.“20 In Gießen wohnte Klara Justus in der Liebigstraße 37. Ein Dreivierteljahr später, am 12. August 1939, floh sie von dort nach Holland.

Am 26. Januar 1943 wurde Klara Justus aus ihrer Wohnung in der Volkerakstraat 8 in Amsterdam in das Konzentrationslager Vught (Holland) verschleppt. Zwei Tage später, am 29. Januar 1943, wurde sie von dort in das Sammellager Westerbork verbracht. Dort blieb sie nicht lange; schon am 2. Februar 1943 wurde sie von Westerbork in das Konzentrationslager Auschwitz transportiert und dort am 5. Februar 1943 ermordet.

Herberts älterer Bruder Julius Justus heiratete im Juni 1935 in Treis/Lda die dort am 24. August 1908 geborene Alma Hammerschlag. Am 23. Juni 1937 wurde in Nieder-Ohmen ihr Sohn Hans-Joachim geboren. Julius, Alma und Hans-Joachim Justus emigrierten 1940 nach New York, USA. Am 28. Mai 1982 wurde Julius Justus Ehrenbürger der Gemeinde Mücke.

Die Schwester Bertha heiratete Julius Stern, geboren am 10. August 1906 in Nieder-Ohmen. Ihre drei Kinder wurden in Nieder-Ohmen und Gießen geboren. Am 9. September 1940 zog das Ehepaar (mit Kindern?) nach Frankfurt. Ein Jahr später, am 12. November 1941, wurden Bertha und Julius Stern in das Ghetto Minsk deportiert, wo Julius ermordet wurde. Von Minsk muss Bertha in das Ghetto Theresienstadt verschleppt worden sein, wo sie am 26. April 1943 ums Leben kam. Die Kinder überlebten den Holocaust.

Die Schwester Rosa, genannt Ruth, zog 1932 nach Fronhausen bei Marburg und 1937 nach Hamburg. Sie heiratete Ludwig Hammerschlag, geboren am 11. September 1906. Die Eheleute emigrierten nach New York, USA, wo am 18. Februar 1947 der Sohn Michael geboren wurde.

Der Bruder Ludwig emigrierte 1933 nach Brasilien und lebte in Sao Paulo. Die jüngste Schwester Hedwig folgte ihrem Bruder Herbert 1943 nach Amsterdam und emigrierte später in die USA. Sie heiratete N. N. Grootkerk und lebte in New York. Sie bekam einen Sohn Paul.

Herbert Justus‘ Kinder Ivette (l.) und Jack (Mitte) mit ihrem Cousin Paul (r.), Sohn von Hedwig Justus, verh. Grooterk, im Garten vor dem Haus ihrer Eltern in der Obergasse 2, Nieder-Ohmen; Bildunterschrift Reichel: „Es war ihnen wichtig, dass auf dem Wegweiser hinter ihnen das Schild ‚Obergasse‘ zu sehen war.“ Aufnahme: Mai 2000; aus: Reichel (2001), S. 90
(© Heinrich Reichel)

  1. Für Unterstützung bei den Recherchen zu den jüdischen Ehemaligen aus Nieder-Ohmen danken wir Mykhailo Momot, bis 2026 Schüler der Theo-Koch-Schule Grünberg und Mitglied der Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. ↩︎
  2. Die in Hatzbach lebenden jüdischen Personen gehörten zur Synagogengemeinde in Stadtallendorf: „In Hatzbach wurden von der dortigen Adelsfamilie von Knoblauch bereits im 15./16. Jahrhundert einzelne Juden aufgenommen; Belege für Juden am Ort finden sich jedoch erst seit dem 17. Jahrhundert. 1629 und 1684 gab es jeweils vier Familien in Hatzbach. 1742 werden gleichfalls vier Familien genannt: Löb Abrahams Witwe, Meyer Salomon, Hirsch Katz und Moses Spiers Witwe Sara. Durch Einheirat kamen nach 1800 die Familiennamen Deisebach (Theisebach) und Wertheim nach Hatzbach. 1837 hatten Eigentumsrecht an der in diesem Jahr eingerichteten Synagoge in Hatzbach: Isaak Wertheim, Hirsch Wertheim, Liebmann Katz-Willersdorf, Jakob Theisebach, Daniel Katz-Willersdorf, Lob Speier und Isaak Wertheim. 1861 wurden 63 jüdische Einwohner gezählt, 1905 noch 65. In den folgenden 20 Jahren sind jedoch alle Familien ab- oder ausgewandert, sodass 1925 keine jüdischen Personen mehr am Ort lebten.“ (https://www.alemannia-judaica.de/stadtallendorf_synagoge.htm, zuletzt aufgerufen am 1. August 2026.) ↩︎
  3. Reichel (2009), S. 36. ↩︎
  4. Nach Angaben von Herbert Justus im Entschädigungsverfahren, in: Entschädigungsakte Hermann (Herbert) Justus, Bl. 159. ↩︎
  5. Ebd. ↩︎
  6. Ebd. ↩︎
  7. Reichel (2001), S. 4. ↩︎
  8. Oral History Interview Carola Stern, Tape 1; https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn504861 (zuletzt aufgerufen am 31. Juli 2026) ↩︎
  9. Reichel (2009), S. 26. ↩︎
  10. Entschädigungsakte Hermann (Herbert) Justus, Bl. 30. ↩︎
  11. Ebd., Bl. 70. ↩︎
  12. Ebd., Bl. 30. ↩︎
  13. Ebd. ↩︎
  14. Ebd. ↩︎
  15. Ebd., Bl. 103; Original französich, Übersetzung vermutl. durch die Anwältin. ↩︎
  16. Ebd., Bl. 17. ↩︎
  17. Ebd., Bl. 13. ↩︎
  18. Ebd., Bl. 42. ↩︎
  19. Krause-Schmitt u. a. (1996), S. 199. – Zum Synagogengebäude heißt es weiter (ebd.): „Nach dem Zweiten Weltkrieg vorübergehend als Apotheke dienend, wurde das Gebäude so zu einem Wohnhaus umgebaut, daß jegliche Erinnerung an das ursprüngliche Aussehen der Synagoge verlorenging. Keine Gedenktafel erinnert an sie.“ ↩︎
  20. Entschädigungsakte von Hermann (Herbert) Justus, Bl. 161. ↩︎

Quellen:

  • Hauptliste der Schüler und Schülerinnen der Höheren Bürgerschule Grünberg i. H. (bis Ostern 1914) und Realschule (O. 1914–O. 1926) und Oberrealschule (O. 1926–O. 1938) und Oberschule für Jungen (ab O. 139). Angefangen: Ostern 1910. Beendet mit Schluß des Schuljahres 1938/39 (Archiv der Theo-Koch-Schule).
  • 50 Jahrfeier der Oberrealschule zu Grünberg in Hessen. 22.–24. Mai 1926. Gedenkblätter von Oberstudiendirektor W. Angelberger und Studienrat O. Steuernagel, Grünberg i. H. 1926 (Archiv der Theo-Koch-Schule).
  • Entschädigungsakte von Hermann (Herbert) Justus, Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden (HHStAW), Best. 518, Nr. 56773.
  • Ursula Krause-Schmitt, Jutta von Freyberg, Friedrich Wege: Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 1/2: Hessen II: Regierungsbezirke Gießen und Kassel. Hg. vom Studienkreis Deutscher Widerstand, Frankfurt 1996.
  • Heinrich Reichel: Juden in Nieder-Ohmen, Vogelsbergkreis, Nieder-Ohmen 1998.
  • Heinrich Reichel: Juden in Nieder-Ohmen zwischen 1933–1940. Angaben über Personen und Familien. Ich habe viele von ihnen gekannnt. Schriftenreihe des Kulturrings Nieder-Ohmen, Nr. 10, Nieder-Ohmen 2001.
  • Heinrich Reichel: „Ich habe viele von ihnen gekannt!“ Das Schicksal der jüdischen Einwohner von Nieder-Ohmen. Bemerkenswerte Ereignisse in Nieder-Ohmen während der Kriegsjahre 1939 bis 1945. Hg. von der Evangelischen Kirchengemeinde Nieder-Ohmen, Nieder-Ohmen 2009.
  • https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn504861 (zuletzt aufgerufen am 31. Juli 2026).
  • https://www.alemannia-judaica.de/stadtallendorf_synagoge.htm (zuletzt aufgerufen am 1. August 2026).
  • Eintrag für Klara Justus, geb. Wertheim, im online-Gedenkbuch des Bundesarchivs.
  • Eintrag für Bertha Justus, verh. Stern, im online-Gedenkbuch des Bundesarchivs.
  • https://ofb.genealogy.net/famreport.php?ofb=juden_nw&ID=I287711&nachname=STERN&lang=de (zuletzt aufgerufen am 1. August 2026).